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Olympiadorf sucht den Superstar
Kabarett-Wettbewerb ComOly: Ein bisschen Spaß
muss sein
Mögen die Spiele beginnen! Auch in diesem Jahr buhlen
Nachwuchs-Spaßvögel aus ganz Deutschland und Österreich
beim Comedy-Wettbewerb ComOly um die Gunst des Publikums und
der Jury. Vom 6. November bis 4. Dezember müssen
sie in der ComOly-Vorrunde um die Wette witzeln – immer
donnerstags im Café CO2 im Olympiadorf. Gags ohne Ende
sind garantiert.
Ernster wird die Sache mit dem Spaß im Halbfinale,
denn am 8. sowie am 15. Januar geht es im CO2 fast schon um
die Wurst. Doch erst beim Finale am 29. Januar wird sich herausstellen,
wer in die Fußstapfen der Vorjahressieger „Sellarie“
(siehe Interview) treten kann. Und als Preisgeld 777,77 Euro
einstecken kann. Die ComOly-Abende beginnen jeweils um 21
Uhr.
Neben freiem Eintritt und den Comedy-Stars von morgen werden
dem Kabarett-Publikum im CO2 weitere Specials geboten –
beispielsweise ein Liederquiz samt toller Gewinne, eine üppige
Getränkekarte für den studentischen Geldbeutel und
frisch gebackene Crêpes.
Im Jahr 2004 strapazierte der Wettbewerb im Olympiadorf
zum ersten Mal die studentischen Lachmuskeln – und entdeckte
sogleich einen neuen Kabarett-Superstar: Götz Frittrang,
der Sieger der Erstauflage, ist seit seinem ComOly-Sieg nicht
mehr aus dem Programm renommierter Kabarettbühnen wie
der Lach- & Schießgesellschaft oder Nightwash wegzudenken.
Das Münchner Studentenwerk hat übrigens die Schirmherrschaft
für den ComOly-Preis übernommen, Hauptsponsor ist
Univativ, ein Dienstleistungsunternehmen für Studenten.
Das Café CO2 befindet sich am Helene-Mayer-Ring 9
– im zweiten Stock, direkt über der Bierstube.
Weitere Infos zum Wettbewerb stehen im Internet auf www.comoly.de.
Josef Fischer
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„Du koosd des hald so
schee“
ComOly-Vorjahressieger „Sellarie“ im
Gespräch über Witze und Wettbewerbe
Weshalb haben goldene Delfine auf gelben Schneidezähnen
keine Gefühle? Wieso kommt der Buddhismus aus Franken?
Und kennt hier jemand die Margit? Das Kabarettduo „Sellarie“
wirft in seinen fränkischen Chansons Fragen auf, die
vielleicht nicht wichtig sind. Aber lustig, wie die ComOly-Jury
im vergangenen Wintersemester geurteilt hat. Und so holten
die „Sellarie“-Künstler Mia Pittroff und
David Saam den ersten Platz beim bundesweiten Kleinkunst-Wettbewerb
im Münchner Olympiadorf. Im Interview mit MAYERS-Mitarbeiter
Josef Fischer verrät die 28-jährige Mia, wie ihre
Kabarettisten-Karriere von ComOly profitiert hat – und
wie es Nachwuchs-Künstler schaffen können, beim
kommenden Wett-Witzeln in ihre Fußstapfen zu treten.
MAYERS: Mia, Ihr seid die amtierenden Sieger des
ComOly-Wettbewerbs. Was hat euch der Sieg – abgesehen
von Ruhm und Ehre – gebracht?
Mia: Sobald ein Künstler einen Wettbewerb
gewinnt, kann er besser auf sich aufmerksam machen: Er kann
den Preis auf seiner Homepage nennen und hat in Zukunft bessere
Chancen mit seinen Bewerbungen um weitere Preise und um Aufritte.
Wir hatten wenige Wochen nach dem ComOly-Wettbewerb eine Einladung
zum Kleinkunst-Wettbewerb des Münchner Studentenwerks,
der Goldenen Weißwurst, im Briefkasten liegen. Und siehe
da: Wir haben bei dem Wettbewerb – nach Nepo Fitz –
den zweiten Platz gemacht! In gewisser Weise funktioniert
so ein Preis wie ein Gütesiegel, die Leute denken, „was
für den ComOly-Preis gut war, kann für uns nicht
schlecht sein“, und gehen schließlich in unser
Programm. Zumindest hoffen wir das.
Wie reagiert dein persönliches Umfeld auf deine
ersten Erfolge als Kabarettistin?
Naja, seit wir Preise gewinnen, muss ich auf Familienfesten
in meiner Heimat Bamberg immer die Gedichte aufsagen: „Du
koosd des hald so schee“, heißt es jetzt immer
...
Was müssen Kabarettisten beachten, um einen
Wettbewerb zu gewinnen – kannst du ein paar Tipps geben?
Das ist jetzt vermutlich ein Standard-Tipp, aber ich glaube,
ein Kabarettist muss nicht genial und nicht jede Nummer der
Brecher sein. Viel wichtiger ist, dass er dran bleibt und
sich ausprobiert – und nicht gleich die Flinte ins Korn
wirft, wenn mal keiner lacht.
Hast du einen Lieblingswitz?
Vor kurzem habe ich einen Witz gehört über Gott
und den 1. FC Nürnberg – den fand ich gut. Leider
hab ihn gleich wieder vergessen, wie das meistens passiert
mit Witzen … Natürlich habe ich nach drei Bier
auf einer Party versucht, ihn nachzuerzählen –
und bin irgendwo in der Mitte stecken geblieben. Darüber
haben sich alle scheckig gelacht. So ist das mit Witzen, damit
geht es Kabarettisten nicht anders als anderen Menschen.
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