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MAYERS - Ausgabe 4/2003
 

Die fünf wichtigsten Anmerkungen:

1. Wer dieses MAYERS liest, muss kein Erstsemester sein. Bei unserer Recherche nach den besten Tipps für Studenten sind wir auf Dinge gestoßen, von denen wir bislang selbst nicht wussten...

2. Wer MAYERS liest, kann auch für MAYERS schreiben: Wir suchen ständig freie Mitarbeiter! MAYERS ist sicherlich eine gute Gelegenheit für Studenten, in den Journalismus einzusteigen.

3. Vielen Dank an den Verwaltungs-Verlag (www.stadtplan.net), der uns kostenlos die Stadtpläne im Heft zur Verfügung stellt!

4. Und vielen Dank an die Anzeigenverkäufer Tino, Tim und Ingrid: Durch ihr Engagement haben wir endlich wieder ein 16 Seiten starkes MAYERS mit viel Raum für redaktionelle Themen bekommen!

5. Probieren geht über Studieren: Viel Spaß beim Testen unserer Tipps!

Uni? Da geht’s lang!

Erstsemester aufgepasst: Nadja Gosch hat euch eine To-Do-Liste für den Studienstart geschrieben:

1. MVV-Karte kaufen

2. Bibliotheks-Ausweise besorgen

3. Höhere Semester um Rat fragen

4. Bei Magisterstudiengängen: sich rechtzeitig das zweite Nebenfach aussuchen (in andere Fächer reinschnuppern, sich mal in eine Vorlesung setzen), rechtzeitig das Kleine Latinum machen

5. Einführungsveranstaltungen besuchen

6. Sich beim Einschreiben auf ewig lange Warteschlangen einstellen

7. An Exkursionen und (kulturellen) Veranstaltungen der Fakultät teilnehmen, da man hier leichter Leute kennen lernt

8. Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis kaufen

9. Sprachlern-Angebote nutzen – das gibt’s nie wieder so billig!

10. Studentenangebote, wie zum Beispiel Theater oder Konzerte, nutzen, auch wenn es einen mal nicht interessiert, aber man hat danach ein „Bildungspolster“ für später

11. Im Wohnheim anmelden

12. Biervorrat anlegen

13. Sich für Seminare einschreiben

14. Alte Klausuren kaufen

15. Praktika machen

 

 

Was will uns der Dozent wohl sagen?

Schon mal über die „Logik der Unbestimmtheiten und Paradoxien“ nachgedacht? Nein? Dann habt Ihr mit Philosophie, Logik und Wissenschaftstheorie wohl nichts am Hut – und versteht unter diesem Vorlesungstitel nur Bahnhof. Doch auch in anderen Fachbereichen sind interessante, ungewöhnliche und (für den Fachlaien) zum Teil auch unverständliche Seminar- und Vorlesungstitel zu finden. Folgende hinterließen im Kopf von Stefanie Nemet große Fragezeichen:

1. „Diagnostisch-therapeutische Übungen am Schwein“ (Tiermedizin)

2. „Theater darf vieles. Das darf es nicht! – Behinderte, Krüppel, Freaks auf den Brettern, die die Welt bedeuten“ (Theaterwissenschaft)

3. „Schopenhauer: Über die vierfache Wurzel des Satzes vom zureichenden Grunde“ (Philosophie/Ethik)

4. „Von Füchsen, Glücksgöttern und Wasserkobolden. Eine Einführung in den japanischen Volksglauben.“ (Japanologie)

5. „Hagiographie des Chos-rje Nam-mkha`rgyal-mtshan“ (Indologie/Iranistik)

6. „Kalibration von Myondetektoren“ (Physik)

 

 

Hochschulwahl – ja gibt’s das überhaupt?

Die Wahlbeteiligung der Studenten schrumpft Jahr für Jahr. Anna Hörlein (26), die erste Senatorin der Grünen der LMU München, erklärt, warum es jedoch wichtig für die Arbeit der studentischen Vertreter ist, dass möglichst viele Studenten zur Wahl gehen:

„Zunächst der Appell an alle Studenten und insbesondere an die Erstsemester: Geht zu den Hochschulwahlen! Die bisherige Wahlbeteiligung mit etwa acht Prozent ist viel zu gering. Mit jedem Prozent mehr können die studentischen Vertreter selbstbewusster ihre Forderungen gegenüber der Unileitung zur Sprache bringen.
Jeden Sommer werden der studentische Konvent und vier Studenten für den Senat (höchstes Uni-Gremium) gewählt. Neben parteinahen Hochschulgruppen treten meist noch Fachschafts-Bündnisse zur Wahl an. Die Liste AStA und Fachschaften nutzt bisher ihre Mehrheit im Konvent, um ein sogenanntes Parallelmodell (Fachschaftkonferenz und AStA) zu installieren. Aus meiner Sicht funktioniert dieses nicht, da es auf der utopischen Vorstellung eines Rätemodells mit imperativem Mandat basiert. Die Grüne Hochschulgruppe fordert eine Art Studentenparlament (repräsentativ mit freiem Mandat), in dem sowohl die parteinahen Hochschulgruppen als auch die Fachschaften ein Stimmrecht haben.“

 

 

Die zehn Kultveranstaltungen im Münchner Uni-Kalender

ausprobiert von Nadine Nöhmaier.

1. Kastenlauf: Bereits seit 1982 laufen trinkfreudige Bürger, darunter viele Studenten, jeden Sommer etwa acht Kilometer mit einem Bierkasten durch München. Zu Beginn des Laufes ist der Kasten noch voll. Das Team, das den ausgetrunkenen Kasten am schnellsten durchs Ziel bringt, gewinnt.

2. Hochschulwahlen: Weil niemand weiß, wo und wen und wie und warum und wann man wählt, gelten die Hochschulwahlen als Geheim-Veranstaltung – nur für Eingeweihte. Tipp: Wer helfen will, die Wahlbeteiligung in den 2-stelligen Prozent-Bereich zu hieven, sollte im Juni nach Wahl-Urnen Ausschau halten.

3. Silvester im Biergarten des HSH-Hauses der Studentenstadt: Von hier überblickt man große Teile Münchens – allerdings spielt sich das Feuerwerk weit unter einem ab, schließlich befindet man sich auf dem 20. Stock.

4. Olyfasching: Wer schon immer seine Kommilitonin als Mieze verkleidet sehen und selbst in die Rolle von Frosch König schlüpfen wollte – der ist hier gut aufgehoben. Party pur und Verkleidung erwünscht!

5. Pumps Race: Aus der Bahn! Beim alljährlichen Christopher Street Day, dem weltweiten Feiertag für Schwule und Lesben, laufen Herren beim Pumps Race auf witzigen und wagemutigen Stöckeln in der Holzstraße um die Wette. Definitiv sehenswert.

6. StuStaCulum: Das größte studentische Festival Deutschland bietet jedes Jahr im Juni vier Tage lang Konzerte, Lesungen, Party und Kabarett für zwei Euro – in der Studentenstadt.

7. Tunix: Ganz umsonst, auch musikalisch und auch super findet im Anschluss an das StuStaCulum das Tunix-Festival hinter der TU-Mensa statt. Und weil Studenten auch nach dem Tunix nix außer feiern tun wollen, gibt es seit heuer gleich danach noch einige Tage lang das Garnix-Festival in Garching.

8. Medizinerball: Ran an die Ärzte von Morgen, Mädels!

9. Mayers-Redaktionssitzungen: Wer schlaue, schöne und noch dazu unglaublich witzige Leute kennenlernen will, sollte ab und an mal in der Volkartstraße 2c vorbeikommen. Kontakt über redaktion@mayers-online.de.

10. Im Atzinger essen: Generationen von Studenten können nicht irren: Und deshalb ist es immer wieder nett, gleich nach der Uni im guten, alten Atzinger in der Schellingstraße einen Happen zu essen. Guten Appetit!

 

 

Exotisch Sporteln zum kleinen Preis

Wer viel am Schreibtisch und im Hörsaal sitzt, sollte seine eingerosteten Glieder hin und wieder auch mal bewegen. Ideal dafür und noch dazu preiswert ist das Angebot des Zentralen Hochschulsports. Neben Klassikern wie Aerobic, Badminton oder Volleyball stehen auch eher ungewöhnliche Sportarten auf dem Programm. Stefanie Nemet und Maria Hamberger haben sie für MAYERS ausprobiert.

1. Akrobatik, Jonglieren und Einradfahren. Wer schon immer einmal seine Artistik-Qualitäten austesten wollte, ist hier richtig. Und falls es nach dem Studium nicht gleich mit einem richtigen Job klappt, kann man es ja mal beim Zirkus versuchen...

2. Klettern an gefrorenen Wasserfällen. Wagemutige Kletterer können im Gasteiner Tal in Österreich am Eis gen Gipfel kraxeln. Nichts für Verfrorene mit Höhenangst!

3. Capoeira. Hört sich exotisch an, kommt aus Brasilien und verbindet Kampf, Tanz und Musik zu einem einem abwechslungsreichen Mix – ein bisschen Rio in München!

4. Unterwasserhockey. Hockey mal anders – nämlich mit Schnorchel und Flossen in der Schwimmhalle. Hier muss man sich warm anziehen. Das Ganze ist sicher auch für Zuschauer eine Schau!

5. Bayerische Tänze. Wer sich so richtig bayerisch bewegen will, ist beim Kurs Bayerische Tänze gut aufgehoben: Hier lernt man einfache Volkstänze – und kommt dabei der bayerischen Tradition ein Stück näher.

6. Skyboxen. In Richtung Himmel kämpfen? Beim Skyboxen (eine Art des Kickboxens) könnt ihr euch vom Unistress abreagieren und gleichzeitig Kraft und Ausdauer trainieren.

7. Eskimotierkurse. In den Eskimotierkursen der Abteilung Kanu heißt es paddeln wie die Eskimos. Ob man da auch die Eskimorolle lernt?

Weitere Infos: www.zhs-muenchen.de

 

 

Studentisch, weiblich, sucht...

... knackige Kerle? Dann gilt es, sich an der TU und der FH umzusehen: Stefanie Nemet hatte bei der Männerjagd in folgenden Studiengängen die höchsten Trefferquoten erzielt:

Männeranteil im Fach
Brauwesen (TU) 96,3 %
Fahrzeug- und Flugzeugtechnik (FH) 96,0 %
Elektrotechnik (FH) 95,4 %
Maschinenbau (FH) 94,1 %
Physik (TU) 85,1 %
Informatik (TU) 84,4 %
Technomathematik (TU) 80,9 %
Communications Engineering (TU) 79,6 %
Bauingenieurwesen (TU) 78,9 %
Techn. u. Managementorient. BWL (TU) 74,4 %
Chemieingenieurwesen (TU) 71,6 %

Und männliche Studenten haben bei folgenden Studienfächern gute Chancen auf einen Flirt während der Vorlesung:

Frauenanteil im Fach
Ökotrophologie (TU) 91,8 %
Ernährungswissenschaft (TU) 90,5 %
Tourismusmanagement (FH) 82,7 %
Soziale Arbeit (FH) 81,8 %
Tiermedizin (LMU) 77,9 %
Lebensmittelchemie (TU) 74,0 %
Restauration/Kunsttechnik (TU) 73,0 %
Psychologie (LMU) 69,1 %
Biologie (TU) 64,9 %
Landschaftsarchitektur (TU) 63,7 %

Stand Sommersemester 2003

 

 

Flirten mit Witz

Und um so richtig gut beim anderen Geschlecht anzukommen, haben Sandra Janecek und Nadine Englhart einige Witze auf Lager.

1. Am Anfang der Klausur sagt der Professor: „Sie haben genau 2 Stunden Zeit. Danach werde ich keine weiteren Arbeiten mehr annehmen.“ Nach 2 Stunden ruft der Professor: „Schluß, meine Damen und Herren!“ Trotzdem kritzelt ein Student wie wild weiter... Eine halbe Stunde später, der Professor hat die eingesammelten Arbeiten vor sich liegen, will auch der Letzte sein Heft noch abgeben, aber der Professor lehnt ab. Bläst sich der Student auf: „Herr Professor... Wissen sie eigentlich wen sie vor sich haben?“ „Nein...“, meint der Prof. „Großartig“, sagt der Student und schiebt seine Arbeit mitten in den Stapel...

2. Im Hörsaal sind zwei Garderobenhaken angebracht worden. Darüber ein Schild: „Nur für Dozenten!“ Am nächsten Tag klebt ein Zettel drunter: „Aber man kann auch Mäntel daran aufhängen...“

3. Gegen Ende seines ersten Studienjahrs unterhielt Karl sich in der Mensa einmal mit ein paar Kommilitonen über die hohen Prüfungsanforderungen. Ein am Nebentisch sitzender Professor, der eine Weile zugehört hatte, versuchte ihre Befürchtungen zu zerstreuen. „Machen Sie sich nicht zu viele Gedanken über Ihre Prüfungsnoten“, meinte er: „Wenn man glaubt, alles zu wissen, kriegt man das Abiturzeugnis. Wenn man erkannt hat, dass man gar nichts weiß, bekommt man ein Diplom, und wenn man merkt, dass auch alle anderen nichts wissen, wird einem der Doktortitel verliehen.“

4. Ein Zoologie-Student steht mitten im Examen. Der Professor deutet auf einen halbbedeckten Käfig, in dem nur die Beine eines Vogels zu sehen sind. „Welcher Vogel ist das?“ „Weiss ich nicht.“ „Ihren Namen bitte!“ Da zieht der Student seine Hosenbeine hoch: „Raten Sie mal!“

5. Der Anatomieprofessor zur Studentin: „Welcher Teil des menschlichen Körpers weitet sich bei Erregung um das Achtfache?“ Sie wird rot und stottert: „Der..., das ...“ „Falsch, die Pupille“, entgegnet der Professor. „Und Ihnen, gnädiges Fräulein würde ich raten, mit nicht zu hohen Erwartungen in die Ehe zu gehen...“

6. Was war Jesus von Beruf? Student! Er wohnte mit 30 Jahren noch bei den Eltern, hatte lange Haare und wenn er etwas tat, dann war es ein Wunder.

 

 

Achtung, Achtung!

Kleine Sünden bestraft der liebe Gott sofort. Wie er allerdings Todsünden bestraft, wollen wir gar nicht erst wissen. Was ihr deshalb nie im Leben tun solltet, hat Sandra Janecek aufgeschrieben:

1. Zu oft beim Schwarzfahren erwischen lassen

2. Vergessen, den Studentenwerksbeitrag zu überweisen

3. In eine zu große WG ziehen

4. In eine WG ziehen

5. Mehrmaliges Schieben von Prüfungen

6. Sich auf die Studienberatung verlassen

7. Zu häufiges Beantragen von Urlaubssemestern

 

 

„Wer nachts vögelt, kann morgens nicht fliegen“

Verschlafen oder unvorbereitet? Das solltet ihr euren Professoren nicht auf die Nase binden, denn zumindest Ulrich Wickert meint: Der Ehrliche ist der Dumme. Deshalb haben Katrin Braun und Sandra Janecek die besten Ausreden für euch ausgetüftelt:

1. Habt ihr was von der Person gehört, die gestern aus dem brennenden Haus die Kinder gerettet hat? Das war ich!

2. Durch eine Diskontunität der perephralen Diskrepanz der zu lernenden Materie war es mir nicht möglich, all dies mit der essenziellen Leichtigkeit des Seins meines durchaus genialen Intellekts zu vereinen.

3. Mein Freund hat ein Erotikvideo bei mir gefunden.

4. Meine Tram hat sich verfahren.

5. Ich hatte Gegenwind (für Radfahrer).

6. Ich konnte es leider nicht mit meiner Religion vereinbaren, die Aufgabe zu lösen, da sie mir schwere intellektuelle Anstrengung verbietet.

7. Wer abends säuft, kann morgens nicht aufstehen – und wer nachts vögelt, kann am Morgen nicht fliegen.

8. Ich kann es erklären, aber nicht ohne das Wort „Außerirdische“.

9. Gestern war der Jahrestag der Trennung von „Take That“. Ich war leider nicht fähig zu kommen; gleich hab ich einen Termin bei meinem Therapeuten...

10. Haben Sie die Fünfzehn-Seiten-E-Mail mit meinem Essay nicht bekommen? Das gibt es ja gar nicht!

 

 

Grüße vom Exmatrikulationsamt

Nadine Englhart hat Sprüche von Profs gesammelt. Tut das auch! Und schickt sie uns an redaktion@mayers-online.de!

1. „Ein Statistiker ist jemand, der mit dem Kopf im Gefrierschrank und mit den Beinen im Backofen steckt und sagt: „Also meine Durchschnittstemperatur ist eigentlich optimal!“ (Statistik, FH München)

2. „Ich bin das Exmatrikulationsamt!“ (Schaltungstechnik, TU München – Durchfallquote 60%)

3. „Diese Tafeln sind eine gefährliche Sache. Direkt neben mir ist mal eine abgestürzt. Ich hab’s überlebt - die Tafel nicht.“ (Lineare Algebra, Prof über elektrisch betriebene Tafeln in Hörsälen, TU München)

 

 

Tipps aus der Toilette

Von wegen stilles Örtchen: Die Toiletten von TU und LMU haben eine
Menge zu sagen; deshalb sind auf ihren Türen auch jede Menge Weisheiten
verewigt. Was – das hat Toiletten-Testerin Sandra Janecek für uns aufgeschrie-
ben; aus biologischen Gründen sind hier nur die Sprüche aus universitären Damenklos aufgelistet.


1. Hallo, Mensaessen, da bist du ja wieder! (LMU Mensa)

2. Und hängt der Tropfen noch so lose, der letzte geht doch in die Hose. (TU Mensa)

3. Some come here to shit and stink, some come here to sit and think. I come here to count my balls and read the writing on the walls. (LMU Mensa)

4. Ich bin klein, mein Herz ist rein, mein Arsch ist schmutzig, ist das nicht putzig. (TU Mensa)

5. Das Klo ist wie ein Auge: überall sieht es nur Arschlöcher. (TU Mensa)

6. Manche Frauen sind wie Klopapier: Sie reiben sich an beschissenen Typen und sind hinterher die Angeschmierten. (TU Mensa)

7. Ich möchte wirklich gerne wissen, warum ihr dichtet statt zu pissen? (TU Mensa)

8. Nicht alles, was stinkt, ist Chemie! (TU Mensa)

9. Gut Dung will Weile haben. (LMU Mensa)

10. Vorsicht: Limbo-Tänzer! (Pfeil in Richtung des Spalts unter einer Klotüre im Schweinchenbau)

 

 

Die letzten Kneipen

Drei Kneipen der Münchner Studentenstadt – Egon‘s Underground, das Bistro und das Pot – mussten letzten Sommer geschlossen werden: in allen Lokalitäten bestand eine relativ hohe Brandgefahr beziehungsweise keine ordentlichen Fluchtmöglichkeit im Falle eines Feuers. Ein Jammer, denn im Pot wurden die besten Baguettes von ganz München serviert... Folgende Studentenstadt-Kneipen aber kann man glücklicherweise immer noch – und ohne jede Gefahr – besuchen:

1. Manhattan, Christoph-Probst-Str. 16

2. Tribühne, Christoph-Probst-Str. 12

3. Mad Max, Grasmeierstraße 25

4. Club 20 ½, Grasmeierstraße 19

5. Café Dada, Willi-Graf-Str. 17

 

 

Flimmern und Rauschen

Wo einem die Leinwandhelden am billigsten ganz nahe sind, hat MAYERS-Redakteurin Christine Schucker herausgefunden:

1. Vorlesung: TU-Film, Carl-von-Linde-Hörsaal (Eingang Arcis-/Ecke Gabelsbergerstr.), Tel. 289989000, www.tu-film.de. Di+Do steigt das Gruppenerlebnis im Hörsaal. Etwas unbequeme Holzsitze, aber meist Bombenstimmung. Alle Plätze 3 Euro , Double-Feature 5 Euro . Pause mit Snackverkauf zur Halbzeit.

2. Raritäten: Maxim, Landshuter Alle 33, Tel. 16 87 21, www.maxim-kino.de. Das charmante Kino mit seinen nur 90 Sitzplätzen ist seit 1912 eine Institution der Münchner Filmwelt. Hier laufen keine Massenfilme, denn Filmkunst wird im Maxim-Kino großgeschrieben: Liebhaber cineastischer Raritäten und politischer oder experimenteller Filme sind hier gut aufgehoben. Dazu kommt, dass im Maxim jeder Tag Kinotag ist: Der Eintritt kostet immer nur 5 Euro beziehungsweise 4,50 Euro für Studenten.

3. Einmalig: Amazeum, Museumsinsel 1, Tel. 21125160, www.amazeum.de. Das Gebäude beherbergt neben einem Restaurant das IMAX-Kino (besonders große Leinwand, spezielles Aufnahmeverfahren), zwei kleine normale Kinos und ein Planetarium, in dem man nicht nur Sterne suchen, sondern auch Shows sehen kann. Sparkombinationen werden angeboten: „Mehr sehen, weniger zahlen“: Wenn die Besucher an einem Tag mehrere Vorstellungen im IMAX, Planet Dome oder in den Kinos besuchen, sparen sie bei jedem Ticket 1 Euro. „Happy Late Night“ im Kino: täglich ab 22 Uhr (außer bei Filmen im Bundesstart oder Sonderveranstaltungen) 4 Euro.

4. Blockbuster: Royal Filmpalast, Goetheplatz 2, Tel. 5339567, www.royal-muenchen.de. Besonders gute Sicht und gutes Saal/Leinwandverhältnis bietet Kino B. Mo+Di (außer an Feiertagen) Kinotag, d.h. 5 Euro auf allen Plätzen (Überlänge 5,50), ansonsten gibt es Mi+Do Happy Hour bis 18.30 Uhr (6-7,50).

5. Zentral: Neues Gabriel, Dachauerstr. 16, Tel. 594574. Erstes Kino Münchens (seit 1906), renoviert, sauber, sehr nettes Personal, in den hinteren beiden Reihen des großen Saals gute Beinfreiheit. Mo+Di Kinotag, das heißt alle Plätze 4,50 Euro.

6. O-Töne: Cinema, Nymphenburger Str. 31, Tel. 555255, www.cinema-muenchen.com. Filme im Original genießen, Double-Features, Matineen mit Frühstück, etc. Mo+Di Kinotag, d.h. 5 Euro Eintritt, werktags Happy Hour bis 17.30 Uhr 4 Euro, die Sneak Preview am Freitag kostet 5,50 Euro, das Double-Feature am Samstag 8 Euro.

 

 

HipHop aus dem Blumentopf

Blumentopf ist Münchner HipHop-Urgestein der fast ersten Stunde. Blumentopf ist HipHop fern von Ghetto- und Gangster-Posen. Blumentopf sind fünf Jungs, die live so rocken, dass sie vom HipHop-Magazin Juice zum besten deutschen Live-Act gekürt wurden. Und jetzt melden sie sich zwei Jahre nach ihrem letzten Album wieder zu Wort: Wir sagen „Dankeschön“ hierfür, und „Gern geschehen“ nennt der Blumentopf jenes vierte Werk, das seit wenigen Wochen in den Läden steht und auf Anhieb den Sprung in die „Top 20“ der deutschen Albumcharts schaffte. Verspielte, abwechslungsreiche Beats bilden darauf das Fundament für textliche Ausschweifungen der Meisterklasse. All jene, die auf dem vorangegangen Album die Blumentopf-typischen Geschichten vermisst haben, kommen wieder auf ihre Kosten - wie in „Manfred Mustermann“ oder in „Der Frauenflüsterer“. Für einen persönlichen Eindruck steht „Danke Bush!“ kostenlos auf der Homepage www.blumentopf.com zum Download bereit. Für einen noch persönlicheren Eindruck sind die Jungs am 16. November in der Muffathalle zu sehen. Kurz vor Tourauftakt verriet DJ Sepalot (Foto) MAYERS-Redakteur Arno von Buxhoeveden exklusiv seine Top-Five der Münchner Plattenläden:

1. Optimal, Kolosseumstr. 6: Der Klassiker, gut sortiert von alt bis neu und so ziemlich jede Musikrichtung. Wenn man da ist, lohnt es sich auch, einen Blick in das Regal mit den Büchern zu werfen.

2. Best Records, Theresienstr. 46: Super sortierter Secondhand-Laden mit einem nahezu allwissenden Besitzer.

3. Yard Beat, Reichenbachstr. 40: 7-Inches ohne Ende. Reggae und Dancehall und alles, was dazugehört.

4. Birds Nest, Pestalozzistr. 40 und Schwanthalerstr. 144: Secondhand-Laden mit großer und gut sortierter Jazzabteilung.

5. Musikalisches Allerlei, Klenzestr. 86: So eigenartig wie der Name ist auch der Laden. Sortiert werden die Secondhand-Platten hier nur nach Alphabet. Also Zeit mitbringen und stöbern. Der Besitzer ist aber super und wird euch sicher weiterhelfen.

 

 

Wie komm‘ ich an Kohle?

Wohnung, Mensa, Ausgehen – Studieren in München ist nicht billig. Gegen Dauerflaute im Geldbeutel hilft oft nur: Jobben gehen! Durchschnittlich sind dabei derzeit 10 Euro pro Stunde zu ergattern. Bei welchen Jobs ihr am meisten absahnen könnt, zeigt die Top Five der bestbezahlten Nebenjobs (aufgestellt durch die Job-Börse für Studenten, zu finden im Mensagebäude, Leopoldstr. 13, Tel. 27312570, und unter www.jobcafe.de):

Verdienst pro Stunde
Programmierungen (Websites, etc.) ca. 20 Euro
Modeln ca. 18 Euro
Präsentationserstellungen/Grafikarbeiten ca. 15 Euro
Übersetzungen ca. 13 Euro
Chauffeur ca. 12 Euro

 

 

Schnapp dir ein Schnäppchen!

Ob Geiz wirklich geil ist, sei dahingestellt. Über ein tolles Sonderangebot aber freut sich jeder. Doch wo findet man sie, die Schnäppchen dieser Stadt? Wer bestimmte Marken sucht, findet im 9,90 Euro teuren Schnäppchenführer München (www.schnaeppchen-tipps.de) eine Liste von Werksverkäufen. Für MAYERS hat Christine Schucker eingekauft. Hier schreibt sie auf, wo sie so manchen „T“euro gespart hat:

1. Lebensmittel: Großmärkte mit breitem Sortiment wie WalMart und Real ergänzen das Sortiment von Aldi, Norma, Lidl, Penny und Plus. Regionale Wochenmärkte geben oft kurz vor Schluss verbilligte Ware ab. In vielen Bäckereien sind abends Backwaren reduziert. Manche Ketten versenden auf Wunsch Newsletter.

2. Elektrogeräte: Expert: Elektro-“Supermarkt“ hat wöchentlich Sonderangebote (www.expert.org). Net on net: der Internetshop hat in München ein Lager mit Verkauf (Domagkstr. 19a, www.netonnet.de). Auf der Website von Philips (www.philips.de) sind hochwertige Gewinnspiele zu finden. Conrad: Elektronikfachgeschäft mit einem umfangreichen Sortiment auch an Bauteilen, fachkundiges Personal. Hinweis: gute Beratung (www.conrad.de). TV-Markt 2000: Elektro“supermarkt“ mit eigener Werkstatt (reparieren alle Marken, auch nicht dort gekaufte Geräte), Kundenkarte (www.tvmarkt2000.de).

3. Kleidung: Neues günstig zu finden ist schwer geworden, nachdem die Kaufhäuser sich zu Sammelstellen von Boutiquen entwickelt haben und die Schlussverkaufsaktionen keine wirklichen Schnäppchen mehr bieten. Regelmäßig bieten Flohmärkte (ausführliche Liste unter www.muenchen.de) faire Preise für Gebrauchtes.

4. Diverses: Kleinteile aller Art vom Briefumschlag bis zur Plastikschüssel finden sich in kleinen Geschäften, die ihr Sortiment vom „Ein-preis“ langsam erweitert haben. In der Dachauerstraße sind gleich 3 davon (zuerst links Schnäppchen-Markt, dann rechts vor und nach dem Gabriel-Kino Pfennigfuchser und Ralf’s).

5. Benzin: Preise zum Beispiel unter www.clever-tanken.de vorher abfragen. Nicht immer aktuell (mithelfen, Preise melden, Tankstellen zur Eigenmeldung animieren).

 

 

Wunderbare Waschsalons

Es ist immer dasselbe: Der Wäschekorb quillt über, im Schrank hängen keine brauchbaren Klamotten mehr. Vielleicht gibt es eine Waschmaschine im Keller? Die ist kaputt! Und Mutti kann diesmal nicht einspringen. Glücklich schätzen kann sich, wer eine eigene Maschine hat. Pech für alle anderen. Doch es gibt ihn, den Ort der vielen Waschmaschinen: den Waschsalon. Eine tolle Erfindung. Denn hier reiht sich einer dieser Apparate an den anderen. Oft haben diese Orte rund um die Uhr geöffnet, sogar Sonntags und an Feiertagen. Der Waschvorgang ist für jeden erschwinglich. MAYERS-Redakteurin Katrin Braun empfiehlt folgende Salons:

1. Waschsalon Zoche, Herzogstr. 99, Tel. 3073816. Alteingesessener Waschsalon in familiärer, nachbarschaftlicher Atmosphäre. Geselligkeit, persönliche Betreuung und gegenseitige Hilfe stehen an oberer Stelle. Öffnungszeiten: Mo-Sa 8-19 Uhr. Preise: Waschen bis 7 Kilo: 4 Euro, Trocknen, pro Lauf: 0,50 Euro, Mangeln: nach Zeit

2. SB Waschsalon Prinz, Belgradstr. 18, www.waschsalon-prinz.de. Schnuckeliger, kleiner Salon; Originelle Homepage, die zum Mitwaschen einlädt. Öffnungszeiten: Täglich 7.30-22 Uhr. Preise: Waschen inklusive Pulver: 3,50 Euro, Schleudern: 0,30 Euro, Trockner/Mangel: 0,60 Euro, Weichspüler: 0,30 Euro

3. Der wunderbare Waschsalon, Humboldt Str. 20, Tel. 65114392. Großzügiger Waschsalon mit kleiner Kneipen-Atmosphäre: Wer will, kann sich dort die Zeit mit Zigaretten und Bierchen vertreiben. Der Salon lädt mit Tischen und Stühlen dazu ein: Schlechte Karten also für Nichtraucher und Wäscheduft-Liebhaber. Ebenfalls integriert: Textilreinigung und Wäschedienst. Service: Schrankfertige Wäsche, Mangelwäsche, Leder- und Teppichreinigung. Für die eigene Teppich- und Polterreinigung gibt es auch einen Geräteverleih. Öffnungszeiten: Täglich 7-21.30 Uhr. Preise: 16 Kilo Jumbotrommel inklusive Waschmittel: 7 Euro, 8 Kilo Riesentrommel inklusive Waschpulver: 3,50 Euro

4. Waschsalon Antonio Musumeci, Hiltenspergerstr. 8, Tel. 2711647. Italienliebhaber hergehört: Alteingesessener Waschsalon (30 Jahre), der seit 10 Jahren von einem kleinen italienischen Familienbetrieb geführt wird. Service des Hauses: Wer auf seine Wäsche nicht im Salon warten will, kann gerne später wieder kommen und sie zum gleichen Preis fertig abholen. Öffnungszeiten: Mo-Fr 8-19 Uhr, Sa 8.30-15 Uhr. Preise: 4,5 Kilo-Trommel: 3,90 Euro, Schrankfertig ohne Bügeln: 7,60 Euro

5. Eco-Express, Kapuzinerstr. 39 oder Ohlstadter Str. 52, Tel. 20238612, www.waschsalon.de. Deutschlandweite Waschsalonkette, die auf umweltfreundliches Waschen setzt. Gespart wird an Energie, Chemie und Wasser. Die Maschinen arbeiten mit geringer Wassermenge und die Abluft der Trockner heizt gleichzeitig die Salons. 5 bis 14 Kilo-Maschinen gibt es. Auch die Unterhaltung kommt nicht zu knapp: CD-Player, Fernseher und Popcorn sorgen für Zeitvertreib. In manchen Filialen kann man sich sogar einmieten, um Partys zu feiern. Professionelle Homepage. Öffnungszeiten: Mo-So 6-23 Uhr. Preise: Spartarif (6 bis 11 Uhr): 1,90 Euro, Waschen Normal: 2,50 Euro, Waschen 14 Kilo: 6,50 Euro, Trocknen: 0,50 Euro, Waschmittel: 0,20 Euro

6. SB Waschsalon Weigl, Schleißheimerstr. 411a, Tel. 31221807. Kleiner, gemütlicher und bayerischer Waschsalon im Münchner Norden. Service des Hauses: „Wäsche gebracht und ohne Warten gemacht“: Der Kunde kann in der Zwischenzeit anderes erledigen und muss nicht im Salon warten. Öffnungszeiten: Mo-Fr 9-20 Uhr, Sa 9-16 Uhr, Preise: 8 Kilo Trommel: 3,50 Euro, mit Trocknen: 6 Euro

7. SB Waschcenter, Lindwumstr. 124, Tel. 76758621 oder 08202/904646, www.waschtreff.de. Unverbesserliches Angebot. Diesen Waschsalon muss jeder Waschsalon-Fan gesehen haben. Fast meint man, schon dort zu sein, wenn man sich durch das Angebot der Homepage klickt. Die Live-Acts gibt’s aber nur direkt vor Ort. Für permanente Unterhaltung ist gesorgt: Jede Menge Automaten versorgen Kunden mit Getränken und Snacks. Während die Wäsche läuft, bietet ein DVD-Verleih ein umfangreiches Angebot. Zum Takt von Radio Arabella können sich alle Spielefreaks mit Flipper „Monster Bash“ oder einem Bildschirmspielgerät vergnügen. Unschlagbar ist die in München einzigartige und kostenlose Internetnutzung für alle, die ihren Laptop mit W-LAN Karte mitbringen (DSL Zugang). In Kürze gibt es ein festes Internet-Terminal für alle gegen geringe Gebühr. Ach ja, die Waschfunktionen: Es gibt 6 Kilo- und 12 Kilo-Industriemaschinen. Für spezielle Fälle ist eine Reinigung integriert. Neu ist der Abhol- und Wäsche-Service. Öffnungszeiten: Mo-So 7-23 Uhr. Preise: 6 Kilo Trommel: 3,50 Euro, Weichspüler: 0,30 Euro, Schleudern: 0,30 Euro, Trocknen: 0,60 Euro, Mangeln: 0,60 Euro