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MAYERS
- Ausgabe 2/2002 |
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zwei gute Gründe, ein Editorial zu schreiben.
Erstens können hier die Inhalte im Heft angepriesen werden,
die einem besonders am Herzen liegen. Zum Beispiel der Bericht
über die Suche nach dem schönsten Münchner Studenten, den
wir endlich gefunden haben. Oder unser Special zum Thema Wohnen
in München.
Zweitens ist hier der einzige Ort, an dem über Redaktionsinterna
geschrieben wird. Jetzt darf ich nostalgisch werden: Nach
zwei Jahren ist dies meine letzte MAYERS-Ausgabe: Mein
Studium ist abgeschlossen, jetzt gilt es, mich in den Berufsalltag
zu stürzen. Ein guter Zeitpunkt, um das MAYERS-Zepter
offiziell an Stefanie Nemet zu übergeben – auch wenn´s mir
schwer fällt. Vor allem, weil es mir persönlich wie beruflich
viel gebracht hat, ein Magazin mit all seinen Themen zu verantworten.
Es hat Spaß gemacht, mit den Autoren, dem Fotografen, dem
Comiczeichner und den Verlagsleuten zusammenzuarbeiten. Ausdrücklich
eingeschlossen sind hier die Anzeigenverkäufer Tino und Ingrid,
mit denen ich super ausgekommen bin, so lange sie nicht um
Platz für ihre Anzeigen gefeilscht haben. Ich hoffe, MAYERS
bleibt noch lange die Nummer eins bei den Münchner Studenten.
Viel Erfolg!

Chefredakteurin
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Auch schön
Viel Prominenz zeigte sich bei der Ehrung des schönsten Münchner
Studenten Hans-Peter im Audimax der LMU. Alt-Kanzler Helmut
Kohl, TU-Chef Wolfgang Herrmann mit Frau und Wissenschaftsminister
Hans Zehetmair (von links) saßen bei der Feierlichkeit in
der ersten Reihe und zollten dem gut aussehenden Politik-Studenten
viel Beifall. Beim anschließenden Empfang gratulierte Zehetmair
dem von MAYERS-Lesern gewählten Mister mit den Worten: „Als
ich studiert habe, war ich auch so schön wie Sie.“
-sack
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Weißbier für die Schönheit
„Früher habe ich Weißbier getrunken – das ist gut für die
Haut!“ Hans-Peter, der frisch gekürte Mister Magister, verrät
das Rezept seiner Schönheit. MAYERS-Leser haben den
24-jährigen Politik-Studenten zum schönsten Münchner Studenten
gewählt.
„Dass ich nun Mister Magister bin, wird in meinem Leben nichts
ändern“, betont Hans-Peter „Aber toll finde ich es schon,
dass mich so viele gewählt haben.“ Mit 241 Stimmen Vorsprung
hat er seinen Konkurrenten Stefan im Finale der Mister-Wahl
geschlagen. Die Woche vor dem Stichtag hat Hans-Peter ständig
im Internet nachgesehen, wer aktuell in der Gunst der MAYERS-Leser
vorne liegt. „Es war ziemlich spannend“, sagt er. „Wir haben
uns ständig in der Führung abgewechselt.“
Und das, obwohl Hans-Peter zuerst gar nicht an der Wahl teilnehmen
wollte. Ein Freund hatte ihm einen Kasten Bier versprochen,
wenn er mitmacht. Den habe er allerdings bis heute nicht bekommen.
Dafür darf er als Gewinner der Mister-Wahl nach Elba fahren.
Der MAYERS-Sponsor REISEZEIT
bezahlt´s. Begleiten wird ihn sein 14-jähriges Firm-Patenkind
Monalie. „Ich schenke ihr die Reise zur Firmung“, sagt Hans-Peter.
„Ich hätte die Patenschaft nicht annehmen können, wenn ich
nicht gewonnen hätte – ein würdiges Geschenk hätte ich mir
sonst nicht leisten können.“
Nadine Nöhmaier
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UMTS, GPRS, HSCSD, WAP und I-MODE
Mit dem Handy ins Internet
Irgendwann ist jeder Handybesitzer fällig. Dann hat das
alte Handy mit seinem ständig schwächelnden Akku und lausigen
Gesprächs- und Standby-Zeiten ausgedient. Kein Problem: schnell
beim Provider anrufen, den Vertrag verlängern und kostenlos
ein neues Handy abzocken.
Ein bisschen mehr an Funktionalität stünde der Neuanschaffung
allerdings gut zu Gesicht. Gerade hier bieten aktuelle Geräte
dem modernen Menschen viel mehr als „nur“ telefonieren,ein
paar SMS versenden, kleine Spielchen über Infrarot mit anderen
Handybesitzern zu spielen oder auch nur mit nervenaufreibenden
Klingeltönen seine Umwelt zu überraschen. Dienste wie WAP,
GPRS, HSCSD, UMTS oder auch I-MODE als neuer Multimediadienst
erweitern bereits jetzt oder in Kürze die Funktionalität und
Übertragungsgeschwindigkeit in der mobilen Welt.
Handys mit Farbdisplay, eingebauter Kamera oder Smartphones
als Organizer/Handy-Verschnitt bevölkern in wachsender Anzahl
den Markt und sorgen in ihrer Funktionsvielfalt nicht gerade
für Klarheit. Dem Benutzer wird es nicht leicht gemacht: Da
es kein Gerät gibt, das nahezu alles kann, ist die Wahl des
„richtigen“ Mobilfunkgerätes stark von persönlichen Präferenzen
abhängig. Die Industrie und die Provider suggerieren problemloses
mobiles Surfen im Internet, doch die Tücke liegt im Detail.
Wozu braucht der surfwillige Mobilfunker also GPRS, HSCSD,
WAP oder I-MODE, und was können diese Dienste?
Nachfolgende Übersicht soll etwas Licht ins Dunkel bringen.
Zunächst muss man wissen: die Dienste WAP und I-MODE definieren
die Art der Übertragung vom Mobiltelefon ins Internet, GPRS
und HSCSD sind zusätzliche Dienste zur Steigerung der Übertragungsgeschwindigkeit
im Mobilnetz.
WAP
Seit Juni 1999 existiert das Wireless Application Protocol,
genannt WAP. Es definiert einen Übertragungsprotokoll für
Texte und kleine schwarz-weiße Bildchen auf Basis bestehender
Internetarchitekturen. WAP-fähige Handys können damit auf
Internetseiten zugreifen, die allerdings speziell für WAP-Benutzer
programmiert sein müssen. Damit ist der Zugriff auf nicht
WAP-fähige Internetseiten nicht möglich, was das Angebot reduziert.
Da WAP-Dienste über einen Sprachkanal des Handys abgerufen
werden (9,6kBit/s), sind hohe Übertragungsraten für große
Grafiken oder Videos nicht möglich. Auch der Preis von 19
Cent pro Minute bei fast allen Netzbetreibern verleitet nicht
gerade zu ausgiebigem Surfen im Internet.
GPRS
Mit GPRS (General Packet Radio Service) erhöht sich die Übertragungsgeschwindigkeit
(bis zu 56kBit/s bzw 115kBit/s) der Daten, und der Handy-Benutzer
wird direkt ins Internet verbunden. Viele Tarife rechnen GPRS
nicht nach Online-Zeit ab, sondern nach übermittelter Datenmenge.
Die Übertragungsgeschwindigkeit ist jedoch nicht konstant
und hängt von der Netzauslastung der jeweiligen Funkzelle
ab.
Sinnvolle Kombination: WAP & GPRS
Mittlerweile können WAP-Inhalte mit Hilfe der Übertragungstechnik
GPRS abgerufen werden, was schneller und auch billiger ist.
Da WAP-Inhalte klein sind und GPRS nach Datenmenge abgerechnet
wird, können diese schnell und günstig dargestellt werden.
Ein guter Kompromiss also.
HSCSD
High Speed Circuit Switched Data, kurz HSCSD, kommt als weiterer
Dienst ins Rennen und überträgt mit 43,2 kBit bzw. 56kBit
Daten aus dem Internet. Auch hier gilt wie bei allen bisherigen
Diensten: Das Handy muss mit dieser Technik ausgestattet sein.
Von den Diensten GPRS und HSCSD ist GPRS momentan populärer,
HSCSD wartet aber mit einer konstanteren Übertragungsrate
auf und wird zum Beispiel von E-Plus (High Speed Mobile Data,
HSMD) oder D2 Vodafone angeboten.
I-MODE
I-Mode ging im Februar 1999 in Japan an den Start und fand
dort, anders als die in Deutschland angebotenen WAP-Dienste,
großen Anklang. Hierzulande wird I-Mode von E-Plus angeboten.
Technisch gesehen ist I-Mode nicht wesentlich leistungsfähiger
als WAP, dafür aber benutzerfreundlicher: Der Anwender kann
ohne laufende Kosten „always online“ sein, die umständliche
Einwahl entfällt. Auch inhaltlich bietet I-Mode mehr als WAP,
beispielsweise Spiele über das Internet, mobile Bankgeschäfte,
Ticketreservierungen. Ein weiterer Vorteil: Im Gegensatz zu
WAP können bunte und animierte Bilder übertragen werden. Auch
für den Webdesigner ermöglicht I-Mode eine einfache Umprogrammierung
der Webseiten.
... und in Zukunft: UMTS
Als dritte Generation der Mobilfunk-Standards versteht
sich UMTS (Universal Mobile Telecommunications System), das
vielleicht 2003 verfügbar sein wird. Der grundsätzliche Unterschied
von UMTS zu seinen Vorgängern besteht in der deutlich höheren
Übertragungsrate, die theoretisch 2MBit beträgt und somit
über 30 Mal schneller als ein ISDN-Anschluss sein kann. Damit
ist der Weg zum schnellen Internetzugang und der Übertragung
von multimedialen Daten und Videosequenzen, aber auch zur
Bildtelefonie geebnet.
Ingesamt 6 Konzerne ersteigerten Mitte 2000 für insgesamt
50 Milliarden Euro die damals heiß begehrten UMTS-Lizenzen:
D2-Vodafone, T-Mobil, VIAG Interkom, E-Plus, MobilCom und
Quam. Der Pferdefuß: Die teuer eingekauften Lizenzen und die
augenblickliche Marktsituation lassen die Konzerne sehr vorsichtig
in UMTS investieren. Gilt es doch, eine neue Infrastuktur
aufzubauen und diese lässt sich derzeit nicht ohne weiteres
aus dem Ärmel schütteln. Bis dahin muss sich der surfwillige
Handybesitzer mit WAP oder I-MODE zufriedengeben. Bildtelefonie
und Videosequenzen am Mobiltelefon bleiben vorerst noch Wunschtraum.
Matthias Manow
Informationen zu Handys mit
Gerätecheckliste und Tarifcheck finden sich u.a. hier: http://www.heise.de/fastbin/mobilwrapper/
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Koffer packen im Oly-Dorf
Es steht schon lange fest: Wenn im August die Leichtathletik-Europameisterschaft
in München stattfindet, müssen die Bewohner des Studentenviertels
Oberwiesenfeld ihre Bungalows oder Hochhaus-Appartements räumen,
um Platz für die Sportler zu machen, die aus ganz Europa in
die bayerische Landeshauptstadt pilgern.
Spätestens am 30. Juni heißt es für die Studenten: Koffer
packen und für mindestens sechs Wochen in eine andere Bleibe
übersiedeln. Zwar werden die Wohnungen für die EM nur vom
25. Juni bis zum 14. August benutzt, davor sind aber noch
kleinere Schönheitsreparaturen wie Weißeln oder die Erneuerung
im sanitären Bereich notwendig. Ab dem 15. August dürfen die
Studenten dann wieder in ihre gewohnte Umgebung zurückkehren.
1.400 Studenten auf Wohnungssuche
Etwa 1.400 Studenten und damit rund drei Viertel der Oberwiesenfeld-Bewohner
müssen sich für die Zwischenzeit auf eigene Faust eine neue
Unterkunft suchen – angesichts der angespannten Wohnungssituation
in München keine leichte Aufgabe.Da beim „Verein der Studenten
im Olympiadorf“ jedoch kaum Hilfe von verzweifelt Wohnungssuchenden
erbeten wurde, geht der Vereinsvorsitzende Tobias Winkler
davon aus, „dass der größte Teil der Dorf-Bewohner inzwischen
eine Lösung gefunden hat. Außerdem endet bei vielen die Wohnzeit
sowieso, beispielsweise bei einigen ausländischen Erasmus-Studenten“.
Soziologie-Studentin Lenka (22) fühlt sich allerdings vom
Studentenwerk im Stich gelassen. Sie weiß noch nicht ganz
sicher, wo sie die sechs Wochen außerhalb des Wohnheims verbringt:
„Wahrscheinlich ziehe ich zu Verwandten meines Freundes. Die
leben allerdings ziemlich weit außerhalb von München, im 16.
MVV-Ring. Im Moment schaue ich mich noch nach einer anderen
Wohnung um, aber es sieht schlecht aus.“Lange Anfahrtswege
werden im Juli und August einige Studenten haben. So auch
Josef (22), der an der FH Wirtschaftsingenieurwesen studiert.
Während der EM wird er bei seinen Eltern in der Nähe von Ingolstadt
wohnen. Um nach München zu kommen, muss er dann eine eineinhalbstündige
Zugfahrt auf sich nehmen. Andere, wie Lehramtsstudent Michael
(31), werden sich auf Wohnungs-Hopping-Tour begeben: „Ich
komme drei Wochen bei Freunden und Bekannten unter, danach
mache ich Urlaub.“
Nicht alle müssen raus
Auf Unterstützung durch das Studentenwerk können Studierende
in Notlagen setzen. Wer etwa unter einer schweren Krankheit
leidet oder zur Auszugszeit gerade im Examensstress steckt,
konnte einen Härtefallantrag stellen. „Etwa 90 Prozent der
Anträge sind angenommen worden“, so Tobias Winkler. Den Betroffenen
ist eine Unterkunft in München sicher. Im Olympiadorf selbst
sind 150 Härtefall-Wohnplätze reserviert, darüber hinaus können
einige in andere Wohnheime übersiedeln. In den von der EM
nicht betroffenen Teil des Studentenviertels umziehen können
außerdem 50 Mitglieder der Studentischen Selbstverwaltung,
die als Sportlerbetreuer arbeiten.
Gemeinschaftseinrichtungen wie Disco, Bierstube und Oly-Café
werden für die Athleten weitergeführt. Außerdem werden einige
Studenten als Hausbetreuer und Lotsen für das schwer überschaubare
Olydorf-Gelände gebraucht. „Jeder, der hier bleibt, muss arbeiten
und Verpflichtungen übernehmen“ betont Winkler. Eine der 50
Auserwählten ist Heike (24). „Es gibt dafür zwar wenig Geld,
aber die Arbeit ist sicher interessant“, meint die Lehramtsstudentin.
„Für andere ist es bestimmt problematisch, eine Unterkunft
zu finden. Es wäre praktischer gewesen, das Ganze um einen
Monat zu verschieben, weil gerade im Juli zum Ende des Semesters
viele Prüfungen anstehen.“
Wer auszieht, muss zumindest nicht sein gesamtes Hab und
Gut in eine andere Wohnung verfrachten. Einiges können die
Studenten gegen Zahlung einer Kaution in bewachten Containern
unterbringen – allerdings nur unter der Voraussetzung, dass
die Gegenstände in die genormten Kisten passen. Für größere
Möbelstücke ist dort kein Platz. „Kisten sind besser zu stapeln
“, erklärt Tobias Winkler dazu. Was die Studenten in die Container
einsperren, sollten sie sich im Übrigen genau überlegen, denn
die Einlagerung wird bereits ab Mitte Mai durchgeführt. Und
was sich in den Kartons befindet, bekommen die Besitzer erst
nach der EM wieder zurück.
Vorbereitung auf den Massenauszug
Um den Massenumzug zu organisieren, hat die Studentenvertretung
bereits im Januar Fragebögen ausgeteilt, in denen die Dorf-Bewohner
bevorzugte Termine für den Aus- und Wiedereinzug und ihre
zukünftige Wunschadresse angeben konnten. „Bisher haben wir
alle Wünsche für die Zeit nach der EM erfüllen können“, sagt
Tobias Winkler. So mancher Hochhaus-Bewohner, der sich immer
schon nach einem Bungalow sehnte, wird also durch die EM zu
seiner bevorzugten Behausung kommen. Die Auswertung der Fragebögen
ergab außerdem, dass die meisten Studenten so lange wie möglich
im Dorf bleiben und erst am letzten Juni-Wochenende ausziehen
möchten – was einen enormen organisatorischen Aufwand zur
Folge hat.
Die studentische Selbstverwaltung wird den Umzug mitkoordinieren
und hat das Szenario schon sehr genau geplant. Tobias Winkler:
„Wir gehen davon aus, dass 1000 Umzüge an einem Tag machbar
sind. So haben wir bei zwei bis drei Umzugstagen einen großen
Puffer.“ An einige Trostpflaster für die Auszügler haben das
Studentenwerk und die EM-Betreiber übrigens gedacht: Neben
einer kostenlosen Eintrittskarte für einen EM-Tag eigener
Wahl gibt es eine Wohnzeitverlängerung von insgesamt zwei
Semestern – dafür sind sechs Wochen ohne Wohnheimplatz eigentlich
ein ganz guter Tausch...
Stefanie Nemet
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Tipps zur Wohnungssuche
Auch wenn einige Bewohner des Studentenviertels Oberwiesenfeld
verärgert darüber sind, ihre Appartements im Juli und August
für sechs Wochen räumen zu müssen, zählen sie dennoch zu den
glücklichen Münchner Studenten, die einen Platz in den Wohnanlagen
des Studentenwerks erhalten haben. Denn die günstigen
Unterkünfte sind heiß begehrt.
Gleich bei der Bewerbung müssen sich die Studenten für eines
der Wohnheime entscheiden und sich bei der entsprechenden
Verwaltungsstelle melden. Auf einen schnellen Einzug darf
allerdings kein Neuankömmling hoffen: Die Wartezeiten liegen
je nach Wohnanlage zwischen einem und vier Semestern. Bewerben
können sich übrigens nur Studenten, deren Eltern nicht im
MVV-Bereich wohnen.
Über die Appartementbörse in der Studentenstadt und
die Mietbörse im Studentenviertel auf dem Oberwiesenfeld
kann man versuchen, an vorübergehend nicht genutzte Zimmer
zu gelangen. Die Höchstdauer der Untermiete beträgt ein Semester.
Für Erstsemester eignet sich diese Möglichkeit weniger, denn
hier sollte man sich so früh wie möglich melden, um im gewünschten
Zeitraum ein freies Zimmer zu ergattern.
Eine Ausweichmöglichkeit sind private Studentenwohnheime.
Manche davon haben Aufnahmebeschränkungen und nehmen nur StudentInnen
bestimmter Hochschulen oder nur weibliche beziehungsweise
nur männliche Studenten auf. Adressen und Infos dazu sind
beim Studentenwerk erhältlich.
Das Studentenwerk bietet auch eine Wohnraumvermittlung
an, bei der Zimmer und Appartements von privaten Vermietern
exklusiv für Studenten reserviert sind. Die Angebote hängen
im Erdgeschoss des Studentenwerks aus und sind auch online
einsehbar. Tipp: Am besten gleich um neun vor dem Schaukasten
stehen oder auf die Homepage surfen, denn auch hier ist die
Nachfrage sehr groß und die günstigsten Angebote sind schnell
weg. Die Adressen der Vermieter der entsprechenden Angebotsnummern
kann man im Studentenwerk nach Vorlage von Immatrikulationsbescheinigung,
Zulassungsbescheid oder Abiturzeugnis erfragen oder im Internet
per Passwort ansehen. An ein solches Passwort zu gelangen,
ist leider etwas umständlich und dauert ein bis drei Tage.
Auch die Studentische Vertretung der Technischen Universität
bietet eine Wohnungsbörse an, hat allerdings im Moment nach
eigenen Angaben auf der Homepage „so gut wie keine Angebote“.
Eine weitere interessante Alternative stellt das Projekt
„Wohnraum für Hilfe“ dar, das das Studentenwerks in
Zusammenarbeit mit dem Seniorentreff Neuhausen ins Leben gerufen
hat. Das Konzept sieht vor, dass Senioren Wohnraum an Studierende
vermieten, die ihrerseits ihren Vermietern bei täglichen Aktivitäten,
etwa beim Einkaufen, im Haushalt oder bei Arztbesuchen helfen.
Dafür ist das Wohnen entweder kostenlos oder der Student erhält
Geld. Auch eine Mischung aus beidem ist möglich. Pro Quadratmeter
Wohnfläche rechnet man in etwa mit einer Hilfsstunde im Monat.
Natürlich sind auch Zeitungen und Anzeigenblätter
eine Fundgrube für Wohnungssuchende. Es empfiehlt sich, die
Zeitungen schon am Abend vor Erscheinungsdatum druckfrisch
zu kaufen, beispielsweise am Hauptbahnhof und an allen größeren
U-Bahn-Stationen.
Selbst Suchanzeigen zu schalten kann zum erhofften
Erfolg führen. Vielversprechend sind vor allem Annoncen nach
dem Motto „Jurist/Arzt/etc. sucht Wohnung für seine/n Sohn/Tochter...“
Alternativ kann man sich an diverse Mitwohn- oder Wohnungsbörsen
wenden, deren Datenbanken zum Teil auch per Homepage erreichbar
sind. Viele vermitteln Wohnungen in sämtlichen Größen und
Preislagen und für eine Mietdauer von wenigen Tagen bis unbegrenzt.
Leider sind hier günstige Angebote eher selten und man muss
zudem mit unterschiedlich hohen Provisionen rechnen.
Oft finden sich auch Angebote an Schwarzen Brettern
bei und in der Uni, in Mensen, Cafeterien und Wohnheimen.
Dort gibt es auch die Möglichkeit, eigene, möglichst auffällig
gestaltete Aushänge anzubringen.
Falls alle Versuche, an eine akzeptable Unterkunft zu kommen,
scheitern, hilft vielleicht nur noch eine Jugendherberge
oder ein Zeltplatz, wobei erstere auf die Dauer sehr
teuer wird und letzterer im Sommer zwar noch auszuhalten,
im Winter aber eher unbequem sein dürfte...
Stefanie Nemet
Alle Adressen findet ihr auf
unserer Service-Seite.
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